Cornershop - Judy Sucks A Lemon For Breakfast
Das Comeback des Jahres steht für mich fest. Cornershop, die Band, die gern auf ihren einzigen Hit “Brimful Of Asha” (1997) reduziert wird, ist anno 2009 so gut wie selten zuvor.
Was macht Judy Sucks A Lemon For Breakfast, das erste Cornershop-Album seit sieben Jahren, so besonders? Vielleicht einfach der Fakt, dass niemand so klingt wie Cornershop und man eben diesen Sound schon so lange aus den Ohren verloren hat. Es ist alles da, was man erwarten durfte: die Sitars, die Tablas, die eigentümlich akzentuierte Stimme von Tjinder Singh.
Und dann geht es gleich grandios los: Der Opener “Who Fingered Rock’n'Roll” ist eigentlich eine Abrechnung mit den bösen Major-Labels, dabei aber gleichzeitig ein ungemein treibender und von opulenten Backing Vocals zur Hymne stilisierter Beweis, dass Rock’n'Roll noch lebt.
“Soul School”, der Titeltrack und “The Roll Off Characteristics (Of History In The Making)” sind die weiteren Hits der Platte - irgendwo zwischen Indie, McCartney’scher Melodieverliebtheit und Britpop-Überresten. Dazu ein wenig Indisches (”Free Love”, “Chamchu”), beatlastige Instrumentals (”Shut Southall Down”), eine erstaunlich nah am Original bleibende Version von “The Mighty Quinn” mit tollem Stimmsatz und das 17-minütige, gospelige Finale “The Turned On Truth”. All das, ohne eine Sekunde zu langweilen.
Cornershop, Judy Sucks A Lemon For Breakfast (Second Motion/ Cargo), VÖ: 11.09.2009
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Tags:Cornershop, Indie
