Immergut Festival 2009 - ein Rückblick
Letztes Maiwochenende, das heißt seit nunmehr zehn Jahren regelmäßig: Immergut Festival in Neustrelitz. Es war also anno 2009 an der Zeit, Jubiläum zu feiern. Das Line Up las sich dementsprechend wie eine Mischung als “alte Bekannte & die üblichen Verdächtigen”. Doch - und das zeichnet das Immergut ja seit jeher aus - es gab auch wieder Entdeckungen zu machen.
Natürlich kann selbst der Popwolf nicht jedes einzelne Konzert konsumieren, also fehlen ein paar im Überblick, hier aber dennoch kurz und bündig meine Impressionen:
Freitag, 29. Mai:
Virginia Jetzt!: Sind irgendwie alt geworden. Nominell etwa genauso alt wie das Immergut, wirken aber deutlich angegrauter und saftloser.
Timid Tiger: Gute-Laune-Garanten, und damit genau das Richtige, um das Zelt erstmals so richtig in Wallung zu bringen.
Olli Schulz: Traditionell mit besseren Entertainer- als Songschreiberqualitäten ausgestattet - genau das kann man auf so einem Fetsival auch gebrauchen.
Polarkreis 18: Vor zwei Jahren im Zelt war es noch mitreißender. Mittlerweile sind sie Popstars, und das merkt man ihrer durchgestylten Show auch an.
Bodi Bill: Für alle, denen Polarkreis 18 zu mainstreamig waren, mit Sicherheit eine tolle Alternative. Energiegeladen.
The Whitest Boy Alive: Man konnte dabei in Trance fallen, mir fielen die Augen eher vor Müdigkeit zu. Sorry.
Samstag, 30. Mai:
Telekinesis: Für genau solche Momente liebt man das Immergut. Eine Band, die keiner vorher kannte, die man danach aber sofort ins eigene Plattenregal stellen will.
Hello Saferide: Mitreißende Frontfrau, gute Songs - für mich auch eine der Entdeckungen des Festivals.
Friska Viljor: Die Partyband schlechthin. Müssten eigentlich jedes Jahr auf jedem Festival der Welt spielen.
Samba: Nicht viel mehr als Füllstoff für die Zeit, in der 60% der Leute ihr Abendessen einnahmen. Entsprechend leer das Zelt.
Tomte: Großer Publikumsmagnet. Hab noch nie verstanden, warum…
Jeans Team: Mehr Bewegung war an diesem Wochenende nie vor der Nebenbühne.
Kettcar: “Bieder” ist, glaube ich, das richtige Wort.
Pale: Letztes Konzert ever für die Alternative-Rock-Veteranen. Durften entsprechend lange überziehen.
The Soundtrack Of Our Lives (OEOC): Machten mal wieder deutlich, was ihr größtes Problem ist: Sie sind Mucker vor dem Herrn, ergötzen sich aber zu sehr an der eigenen Maßlosigkeit.
Bleibt zu hoffen, dass es mit dem Immergut weitergeht. Wie man vernehmen konnte, steigt der bisherige Booker Kemper aus der Geschichte aus, zu den Gründen ist mir nichts bekannt. Ob es Immergut 2010 noch geben wird? OEOC-Frontmann Ebbot Lundberg stellte es in einer Ansage in Frage. Ob er da nur etwas falsch verstanden hat oder tatsächlich das Ende droht, man weiß es nicht.
Tags:Festival, Immergut

Vielen Dank, so in etwa habe ich die Bands auch empfunden!
die Atmosphäre drumherum hat aber auch die schwachen Momente verschwinden lassen.
naja, eine ansicht von vielen…. ich sehs anders!
musik ist eben geschmackssache. wäre schlimm, wenn alle so pauschalisieren würden wie du.
sieht eher so aus, als würde das immergut nicht durchhalten. frühbuchertickets kosten 60 euro, und es wird nach einer größeren fläche gesucht. mich gruselt.