Musik-Downloads: EMI kündigt eigenen MP3-Shop an
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Nachdem unlängst MySpace angefangen hat, kostenpflichtige Downloads anzubieten (wenn auch zunächst nur in den USA), will nun auch das Majorlabel EMI eine eigene MP3-Plattform an den Start bringen. Laut Financial Times soll man noch vor Weihnachten Musik-Files von der Seite emi.com herunterladen können. Zwischenhändler wie der Branchenprimus iTunes werden somit umgangen.
Der Nutzen für EMI ist klar: mehr Gewinne für die eigene Tasche. Zudem erhofft man sich so mehr Erkenntnisse über die musikalischen Vorlieben der User. Droht dann ein Worst-Case-Szenario à la: Alle laden sich nur billigen Plastik-Pop runter, und damit wird genau dieser Bereich in Zukunft stärker ausgebaut, zu Lasten anspruchsvollerer Künstler? Denkbar wäre es, auf Rosen gebettet ist die Branche schließlich nicht und sucht händeringend nach Lösungen für die Misere.
Ob ein solch einseitiger, auf ein Label beschränkter Download-Shop große Erfolgsaussichten hat, darf man freilich bezweifeln, da zwangsläufig nur ein eingeschränktes Angebot an Songs vorliegen wird. Aber vielleicht lockt man ja dafür mit attraktiver Preisgestaltung.
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