Ra Ra Riot - The Rhumb Line
Ein opulenter Indie-Kammerpop-Entwurf: Ra Ra Riot verarbeiten auf ihrem Debüt The Rhumb Line den Tod ihres Drummers und füllen damit ein Stück weit die Lücke, die durch die derzeitige Absenz von Arcade Fire eröffnet wurde.
Auch Ra Ra Riot, seit dem tragischen Verlust zum Quintett geschrumpft, binden wie selbstverständlich klassische Streicher - Cello und Violine - ein. Und auch Ra Ra Riot pflegen ein Faible für rollende Drums, die ihre Songs über weite Strecken so rastlos erscheinen lassen. Die Hyperaktivität, die dem Arcade Fire-Gesangsduo Win Butler/ Régine Chassagne eigen ist, strahlt Ra Ra Riot-Kopf Wesley Miles hingegen nie aus. Vielleicht wäre man sonst auch zu nahe am Original gewesen.
Textlich dreht sich vieles um Abschied, Tod, aber letztlich auch ums Weitermachen danach. Man gibt sich dabei belesen (zitiert wird das E.E. Cummings-Gedicht “dying is fine)but Death”) und covert Kate Bush (”Suspended In Gaffa”). Gewagte wie berückende Momente eines großartigen Debüts.
Ra Ra Riot, The Rhumb Line (V2/ Cooperative Music/ Universal), VÖ: 26.09.2008
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Tags:Arcade Fire, Indie, Ra Ra Riot
