William Fitzsimmons - Goodnight

Donnerstag, 13. November, 2008
von Popwolf

Die Gutenachtlieder des William Fitzsimmons - berührende Kleinode voller Zärtlichkeit. Man muss allerdings aufpassen, dass man ihnen nicht zum Opfer fällt…

Goodnight ist Fitzsimmons‘ zweites Album (nach Until When We Are Ghosts, 2005) und das erste, das es nach Deutschland geschafft hat - wenn auch mit zwei Jahren Verspätung seit seiner US-Veröffentlichung 2006. Der Grund ist geradezu ohrenfällig: Man muss ganz genau hinhören - eine Tugend, die heutzutage aus der Mode gekommen scheint. Für alle, die diese hohe Kunst beherrschen, wird Goodnight dann aber auch eine kleine Offenbarung sein. So wunderbar sanfte Songwriter-Stücke, oftmals schüchtern geflüstert vorgetragen, bekommt man nur alle paar Jahre mal geboten. Iron & Wine lassen sich hier sicherlich gut als Vergleich heranziehen, aufgrund der teilweise recht folkigen Instrumentierung ist auch Sufjan Stevens nicht sehr weit. Und als Holzfällerhemd- und Bartträger reiht sich William Fitzsimmons auch gut bei den verschrobenen, manchmal verkannten Leisetretern ein.

Was ihn ein wenig abhebt, sind dezente elektronische Beats, die hin und wieder eingebaut werden. Allerdings nicht dass sie für große Aufregung sorgen würden. Die Gefahr ist immer noch groß, sich von Goodnight selig in den Schlaf lullen zu lassen.

William Fitzsimmons, Goodnight (Haldern Pop Recordings/ Cargo), VÖ: 14.11.2008


Tags:Haldern Pop Recordings, Iron & Wine, Singer/Songwriter, Sufjan Stevens, William Fitzsimmons

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